Playoffs Analyse: Finale (Teil 1/2)
–> Teil 2 : Matchups, Schlüssenspieler und Prognose
Wie schnell die Zeit vergeht. Wir sind ja schon beim Saisonhöhepunkt. Ich habe zwar alle Spiele im Fernsehen verfolgt, Stats angeguckt, auf schönen-dunk geguckt und gepostet, aber irgendwie kommt es mir vor, als hätte Bonn gerade im Telekom Dome gegen Bamberg verloren, als hätten die Berliner Journalisten gerade die Ehre, Gordon Herbert bei einer Pressekonferenz zu hören, als wäre Rickey Paulding gerade auf Michael Hicks zugegangen, als wäre … . Ist aber nicht. Das Finale um die Deutsche Meisterschaft steht vor der Tür. Und wir haben ein Duell, was wir schon lange kennen: Bamberg gegen Frankfurt. 2004 und 2005 reloaded. Irgendwie sind die Playoffs wirklich an mir vorbeirauscht.
Ja, das Duell hatten wir schon. Und zwar mit vielen Emotionen, aber das war auch noch der Bauermann Basketball. Sarten wir mit ein paar Impressionen aus der Vergangenheit …
2004
… und natürlich auch 2005
Damals gewannen Frankfurt 2004 und Bamberg 2005 die Meisterschaft. Allerdings mit Namen, die der Neuling des Basketballs nicht kennt. Bei Frankfurt jetzt noch im Kader: Pascal Roller. Bei Bamberg spielt (eher sitzt) Robert Garrett, der 2004 noch für Frankfurt spielte.
HEUTE
… sieht das alles ganz anders aus. Analysieren wir erstmal ein bisschen …
Duelle diese Sasion:
- Frankfurt – Bamberg 84-80 (Reese 19 – Suput 21)
- Bamberg – Frankfurt 77-58 (Suput 20 – Doliboa 16)
- Frankfurt – Bamberg 75-76 (Labovic 20 – Suput 26) –> Pokal
Diese zwei konnte man im Fernsehen verfolgen. Die Highlightvideos finde ich gerade leider nicht, von dem 1. Spiel gibt es ein Video auf youtube:
Direkt nach dem Pokalspiel änderte sich aber etwas: Murat Didin wird (aufgrund von Streiterein innerhalb des Managements, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe) beurlaubt. Sein Nachfolger wird: Gordon Herbert, Meistertrainer 2004. Seitdem spielt Frankfurt anders. Besser. Didin konnte keine Rollen verteilen. Das lag einfach an seiner Philosophie: Jedes Spiel andere Rotationen, andere Starting Five. So ist es schwer einen Rythmus aufzubauen. Herbert ist da von ganz anderer Natur: Klare Rollenverteilung, klare Starting Five, klares System. Davon haben natürlich auch einige Spieler profitiert: Greg Jenkins ist unter Herbert ein ganz andere Jenkins. Mit viel Selbstvertrauen zieht er jetzt zum Korb, auch wenn er immer die Arschkarte zieht, wenn die Schiris in die Pfeife blasen. Auch Bahiense de Mello habe ich selten so gut gesehen.
Bamberg hat sich seine Mannschaft im Sommer 2008 zusammengebaut: Der Kern des tems ist immer noch dabei. Suput, Goldsberry, Wyrick. Brown kam damals auch in der Saison. Diese Mannschaft ist wirklich bemerkenswert: Zum einem aufgrund ihrer Tiefe (allein schon auf der Aufbauposition), zum anderen wegen ihrer Leistung: Selten habe ich in der BBL so ein Team gesehen, dass konstant das ganze Spiel lang geduldig Offense spielt und aggressiv verteidigt. Nie hatte das Team einen Aussetzer, den wir zum Beispiel bei Berlin, Bonn oder Oldenburg manchmal gesehen haben.
Kommentare erwünscht
Willkommen in der Blogosphäre! Schöner Post, interessante Perspektive mit dem Rückblick auf die Aufreger. Darf ich neugierig fragen, aus welcher Ecke Basketballdeutschlands du kommst?
Danke! Ich komme eher so aus dem Westen, mehr wird aber nicht verraten
Robse hat 2005 ja schon auf der falschen Seite gespielt – und in der Folgezeit sehr aktiven Anteil an einigen bösen Frankfurter Niederlagen gehabt, bevor er jezt zum Bankdrücker geworden ist.
2004
20052010